Funkscheine in Deutschland – Aktuelle Lage 2020

„Ein Funkschein, was ist das?“ oder „Wann brauche ich einen Funkschein?“ oder „Muss ich mit Funkschein segeln oder geht das auch ohne?“ sind Fragen, die du dir vielleicht gerade stellst.

Suchst du Informationen zum Sportbootführerschein bzw. zu einem Segelschein taucht das Funkzeugnis immer wieder auf! Hier möchte ich gerne etwas Licht ins Dunkle bringen. Denn wie ich selber bei meiner Recherche feststellen musste, gibt es unzählige verwirrende und veraltete Informationen, die nichts taugen.

Ein Funkschein, was ist das?

Ein Funkschein, bzw. Funkzeugnis, bzw. Sprechfunkzeugnis ist deine offizielle und amtliche Berechtigung, mithilfe eines auf deinem Boot eingebauten Funkgerätes, am Funkbetrieb teilzunehmen.

Unterschiedliche Funkscheine erlauben dir in unterschiedlichen Gebieten an verschiedenen Frequenzen mitzuwirken.

Wann brauche ich einen Funkschein?

Ist dein Boot mit einer UKW-fähigen Funkanlage ausgestattet und du segelst auf dem Meer, muss der Skipper das Short Range Certificate (SRC) besitzen.

Hat deine Yacht eine Anlage, die Grenzwelle, Kurzwelle oder Satellitenkommunikation unterstützt und du segelst auf dem Meer, ist für den Schiffsführer das Long Range Certificate (LRC) vorgeschrieben.

Nimmst du mithilfe eines UKW-Gerätes mit ATIS-Mudul (Automatic Transmitter Identification System) in der Binnenschifffahrt am Binnenschifffahrtsfunk teil, dann benötigt der Skipper das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI). ACHTUNG: Handfunkgeräte sind nicht zulässig.

Hat dein Boot eine UKW-Kombianlage für den wechselseitigen Einsatz im mobilen Seefunkdienst bzw. im Binnenschifffahrtsfunk dann muss der Schiffsführer das Zeugnis haben, wofür die Funkanlage eingestellt ist. (Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes).

Bist du auf einem (Segel-) Boot ohne eingebaute Funkanlage unterwegs, dann benötigst du kein Funkschein!

Früher galt es als ausreichend, wenn ein Crew-Mitglied das passende Funkzeugnis hatte. Das hat sich geändert!

Aktuell gilt: der Skipper bzw. Schiffsführer muss das den Regionen spezifische und an seine Funkanlage angepasste Sprechfunkzeugnis besitzen.

Quelle: Sportseeschifferscheinverordnung §1 (7)

„Führer von Sportfahrzeugen und Traditionsschiffen müssen ihre Befähigung zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst und am mobilen Seefunkdienst über Satelliten entsprechend der funktechnischen Ausrüstung des Sportfahrzeugs oder des Traditionsschiffs nachweisen. Als Befähigungsnachweis gelten das Allgemeine Funkbetriebszeugnis (Long Range Certificate, LRC), das Beschränkt Gültige Funkbetriebszeugnis (Short Range Certificate, SRC) oder ein anderes nach § 13 Abs. 4a in Verbindung mit Anlage 3 der Schiffssicherheitsverordnung anerkanntes und gültiges Seefunkzeugnis.“

Welche Funkscheine gibt es?

Es gibt 3 unterschiedliche amtlich anerkannte Funkzeugnisse. Diese 3 sind:

  • UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
  • Short Range Certificate (SRC)
  • Long Range Certificate (LRC)

Der Funkschein See – Short Range Certificate (SRC)

Short Range Certificate - SRC - Beschränkt Gültiges Funkbetriebszeugnis

Das Short Range Certificate wird kurz SRC benannt bzw. als beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis bezeichnet. Da dieses Zeugnis Voraussetzung für den Sportbootführerschein (SBF) See ist, wird es im Allgemeingebrauch auch Funkschein See betitelt.

Mit dem SRC hast du die Berechtigung am internationalen mobilen Seefunkdienstes auf UKW und am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS – Global Maritime Distress and Safety System) auf Sportbooten teilzunehmen.

Ist dein Boot mit einem GMDSS tauglichen UKW Funkgerät ausgestattet, benötigst du den SRC, egal ob du das Funksystem nutzt oder nicht.

Der SRC ist das passende Funkzertifikat zum SBF See, SKS oder höher.

Das SRC Sprechfunkzertifikat ist international und zeitlich unbegrenzt gültig.

Mit dem Funkschein See (SRC) darfst du nicht am Binnenschifffahrtsfunk teilnehmen.

Long Range Certificate (LRC)

Longe Range Certificate - LRC - Allgemeinses Funkbetriebszeugnis

Das Long Range Certificate, kurz LRC, wird auch als allgemeines Funkbetriebszeugnis bezeichnet. Mit dem LRC bist du uneingeschränkt berechtigt am Seefunkdienst im GMDSS über UKW, GW, KW und Seefunk über Satelliten auf Sportbooten teilzunehmen.

Dieser LRC Funkschein ist für alle Schiffsführer vorgeschrieben, sobald ein UKW-, GW- oder Inmarsat-fähiges Funkgerät an Bord vorhanden ist.

Das LRC Sprechfunkzertifikat ist für alle Skipper interessant, die sich für Meeresüberquerungen interessieren, bei denen Kommunikation über Satelliten notwendig wird.

Die Prüfung des LRC inkludiert das SRC. Das LRC ist der umfangreichere Funkschein. Es ist jedoch nicht notwendig das SRC vor der Prüfung zum LRC zu besitzen.

Für die Nutzung des Sprechfunks in Küstennähe ist das SRC ausreichend. Ob der zeitliche und finanzielle Aufwand für dich sinnvoll ist, musst du dir überlegen.

Mit dem Seefunkzeugnis (LRC) darfst du nicht am Binnenschifffahrtsfunk teilnehmen.

UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)

UKW Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk - UBI

Das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk, kurz UBI bezeichnet, ist ein amtlicher Funkschein, der im Auftrag des Bundes durch den Deutschen Segler Verband (DSV) oder den Deutschen Motoryacht Verband (DMYV) ausgestellt wird.

Als Besitzer des UBI bist du berechtigt am UKW-Funkverkehr auf den Binnenschifffahrtsstraßen teilzunehmen.

Auch wenn der Text der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) es nicht explizit erwähnt, muss der Skipper ein UBI besitzen, sobald ein eingebautes UKW Funkgerät vorhanden ist.

Ein UBI ist das passende Funkzertifikat zum SBF Binnen.

Was kostet ein Funkschein?

Die Kosten für den Funkschein sind vom Verkehrsministerium in Deutschland vereinheitlicht und damit überall gleich. Diese Gebühren für das Sprechfunkzeugnis sind fixe Kosten. Egal ob du alleine lernst, mithilfe eines Online Kurses oder in einer Segelschule musst du diese Gebühren tragen.

Zusätzliche Nebenkosten können die Reisekosten der Prüfungskommission, die Bereitstellung von Prüfungsräumen sowie Kosten für einen Funkscheinkurs bei einer Segelschule oder einem Online-Anbieter beinhalten. Bestellst du dir passende Literatur zum Sprechfunknachweis, kommen noch ein paar Euro hinzu.

Was kostet ein Short Range Certificate (SRC)?

Das sind die Fixen Kosten für das SRC:

Kosten Short Range Certificate (SRC) - Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis

KostengrundGebühr
Zulassung zur Prüfung18,84 Euro
Theorie und Praxis Prüfung38,52 Euro
Erteilung Funkbetriebszeugnis18,84 Euro
Gesamtbetrag76,20 Euro*
Wiederholung Theorie UND Praxis38,52 Euro*
Wiederholung Theorie ODER Praxis19,26 Euro*
*zzgl. Nebenkosten (Reisekosten für die Prüfungskommission + ggf. Kosten für die Bereitstellung von Prüfungsräumen)

Was kostet ein Long Range Certificate (LRC)

Das sind die fixen Kosten für das LRC:

Kosten Long Range Certificate (LRC) - Allgemeines Funkbetriebszeugnis

KostengrundGebühr
Zulassung zur Prüfung18,84 Euro
Theorie und Praxis Prüfung49,22 Euro
Erteilung Funkbetriebszeugnis18,84 Euro
Gesamtbetrag86,90 Euro*
Wiederholung Theorie UND Praxis49,22 Euro*
Wiederholung Theorie ODER Praxis24,61 Euro*
*zzgl. Nebenkosten (Reisekosten für die Prüfungskommission + ggf. Kosten für die Bereitstellung von Prüfungsräumen)

Was kostet ein UKW Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)

Das sind die fixen Kosten für das UBI:

Kosten UKW Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)

KostengrundGebühr
Zulassung zur Prüfung18,73 Euro
Theorie und Praxis Prüfung37,45 Euro
Erteilung Funkbetriebszeugnis18,73 Euro
Gesamtbetrag74,91 Euro*
Wiederholung Theorie UND Praxis37,45 Euro*
Wiederholung Theorie ODER Praxis18,73 Euro*
*zzgl. Nebenkosten (Reisekosten für die Prüfungskommission + ggf. Kosten für die Bereitstellung von Prüfungsräumen)

Wo kann man einen Funkschein machen?

SRC, LRC und UBI Prüfungen werden organisiert durch Prüfungsausschüsse:

Diese Prüfungsausschüsse verteilen sich über alle Bundesländer in Deutschland und ebenso vereinzelt im Ausland.

Wo finde ich die Prüfungstermine für den Funkschein?

Eine Übersicht über die aktuellen und zukünftigen Termine für das Sprechfunkzeugnis findest du auf dem DSV-Portal für Sportbootführerscheine und Funkzeugnisse.

Alternativ kannst du die einzelnen Webseiten der Prüfungsausschüsse besuchen oder diese direkt anschreiben.

Hier eine Übersicht über alle DMYV Prüfungsausschüsse. Achte darauf unter der notwendigen Kategorie nach deinem Prüfungsausschuss zu suchen.

Das ist eine Übersicht aller Prüfungsausschüsse des DSV. Klicke die kleine weiße Box deines gewünschten Scheins an und die Prüfungsausschüsse werden in der Karte visualisiert.

Häufig gestellte Frage (FAQ)

Folgende Fragen und Antworten wurden durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung veröffentlicht (Quelle).

Gilt die neue Regelung für alle Sportfahrzeuge mit Seefunkanlagen?

„Ja, uneingeschränkt.“

Fallen „Charteryachten“ auch unter die neue Regelung?

„Ja. Bei Sportfahrzeugen über 12 Meter, die für „gewerbliche Zwecke“ eingesetzt werden, besteht ohnehin schon eine Ausrüstungspflicht mit Seefunkanlagen für die Teilnahme am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS). Der Schiffsführer muss somit Inhaber eines ausreichenden Funkbetriebszeugnisses sein.“

Muss immer der Schiffsführer über ein ausreichendes Seefunkzeugnis verfügen oder genügt es auch, wenn eine andere Person an Bord ist, die ein Seefunkzeugnis besitzt, das für die Bedienung der Seefunkanlage ausreicht?

„Der Schiffsführer muss Inhaber eines ausreichenden Seefunkzeugnisses sein – egal wer sonst noch an Bord ist und ebenfalls ein Funkzeugnis besitzt.“

Genügt es, wenn die Seefunkanlage an Bord eines Sportfahrzeugs ausgeschaltet bleibt, weil der Führer des Sportfahrzeugs über kein oder nur über ein unzureichendes Seefunkzeugnis verfügt?

„Es genügt nicht, dass die Seefunkanlage ausgeschaltet bleibt. Sie muss von Bord genommen werden und die Frequenzzuteilungsurkunde muss an die Bundesnetzagentur – früher Regulierungsbehörde (Reg TP) – zurückgegeben werden. Der Verzicht auf eine Seefunkanlage bedeutet in jedem Fall einen Sicherheitsverlust, der keinesfalls in Kauf genommen werden sollte. Besser ist es immer, ein ausreichendes Funkbetriebszeugnis zu erwerben.“

Wie kann ich für die Funkscheinprüfung lernen?

Es gibt verschiedene Wege sich fit für die SRC, LRC und UBI Funkscheine zu machen.

Funkschein Selbststudium

Du kannst die Theorie im Selbststudium mithilfe von Büchern, Apps oder Webseiten erlernen. Da die offiziellen Funkschein-Prüfungsfragen öffentlich sind, könntest du diese stupide auswendig lernen. Na ja, das musst du so oder so am Ende. Hier kann man Geld sparen, wenn man etwas technisches Verständnis hat.

Schwieriger wird das Selbststudium der praktischen Prüfungsteile. Eine YouTube Suche sollte dich aber bei diesem Problem voranbringen.

Vorteil: Freie Zeiteinteilung, günstig

Nachteil: Für Neulinge vielleicht etwas kompliziert im Eigenstudium

Funkschein online lernen

Gibst du das Wort „Funkschein“ in Google ein, wirst du regelrecht von SRC Online Kursen und durch dazu passende Werbung erschlagen. Hier hast du freie Wahl und viele Anbieter.

Einige bieten online Apps, andere Video-Schulung oder haben das Angebot , dass du ein Trainingsfunkgerät via Post nach Hause bekommst, um an den multimedialen Schulungsstunden teilzunehmen.

Vorteil: Ansprechpartner, preislich lukrativ

Nachteil: Meistens keine praktische Übung am Funkgerät

Funkschein in der Segelschule lernen

Das ist der traditionellste Weg, jedoch meist der teuerste. Vorteil eines Segelschulbesuches ist, dass du direkt vor Ort an einem Funkgerät üben kannst und einen direkten Ansprechpartner hast. Ob dieser pädagogisch hilfreich ist, weiß man nicht im Voraus.

Segelschulen organisieren häufig die Prüfung mit, sodass du dir darüber weniger Gedanken machen musst. In den Gebühren sind dann normalerweise die Kosten für Prüfungsräume mit enthalten.

Vorteil: Praktische Handhabung von Funkanlagen, direkter Ansprechpartner, Organisatorisches wird für dich erledigt

Nachteil: gewöhnlich teuer

Wie sieht die Prüfung für den Funkschein aus?

Prüfungen aller Funkscheine bestehen aus einem theoretischem und einem praktischen Teil.

Inhaber eines „höheren“ Funkzeugnisses werden Teile des „kleineren“ Scheins erlassen.

SRC Prüfung

Inhaber ausländischer Funkzeugnissee (z.B. RYA Short Range Certificate) können das SRC ggf. durch eine Anpassungsprüfung erwerben (Hier die Prüfungsfragen der Anpassungsprüfung). Die regionalen Prüfungsausschüsse geben hierzu weitere Informationen.

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Mindesalter

15 Jahre

Theoretische SRC Prüfung

Diese Prüfung besteht aus einem Multiple Choice Fragebogen mit 24 Fragen.

Die SRC Prüfungsfragen können kostenlos hier eingesehen werden.

Themenschwerpunkte der theoretischen Prüfung sind u.a.:

  • Mobiler Seefunkdienst
  • Weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem GMDSS
  • Öffentlicher und nicht öffentlicher Nachrichtenaustausch
  • Englische Sprache in Wort und Schrift zum Austausch von Informationen auf See

Im Weiteren erfolgt eine schriftliche Aufnahme von Not-, Sicherheits- und Dringlichkeitsmeldungen.

Diese Aufnahme wird in englischer Sprache unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets durchgeführt. Die englische Aufnahme muss anschließend ins Deutsche übersetzt werden.

Des Weiteren muss ein deutscher Text ins Englische übersetzt werden.

Dabei handelt es sich um eine schriftliche Aufgabe sowie einer ggf. mündlichen Prüfung.

Praktische SRC Prüfung

Für die praktische Prüfung musst du Not- und Dringlichkeitsverkehr im GMDSS in englischer Sprache anhand von Beispielen an UKW-Anlagen durchführen.

Die Pflichtaufgaben sind:

  • Einstellen eines DSC Controllers
  • Senden eines Notalarms
  • Speicherabfrage und Bestätigung des Empfangs eines DSC-Notalarms
  • Aussendung einer Notmeldung
  • Weiterleitung eines Notalarms und Informieren der Seefunkstelle in Not
  • Beenden des Notverkehrs
  • Aufhebung eines Fehlalarms
  • Senden eines Dringlichkeitsanrufes und Abgabe einer Dringlichkeitsmeldung
  • Aufnahme einer Dringlichkeitsmeldung
  • Einleitung weiterer Maßnahmen

Vier Aufgaben musst du spätestens im zweiten Versuch ausreichend durchführen.

Sonstige Fertigkeiten:

  • Aussenden eines Notalarms durch eine Funkstelle, die sich nicht selbst in Not befindet
  • Speicherabfrage und Empfangsbestätigung
  • Abwicklung des Notverkehrs
  • Funkstille gebieten
  • Abwicklung des Funkverkehrs vor Ort
  • Aufhebung einer Dringlichkeitsmeldung
  • Controller editieren und Senden eines Sicherheitsanrufes
  • Abgabe der Sicherheitsmeldung
  • Senden eines Routineanrufes an eine Seefunkstelle
  • Kanalwechsel
  • Abwicklung des Routinefunkverkehrs mit einer Seefunkstelle
  • Senden eines Routineanrufes an eine Küstenfunkstelle
  • Abwicklung des Routinefunkverkehrs mit einer Küstenfunkstelle
  • Einstellen des Controllers

LRC Prüfung

Das LRC ist eine Erweiterung des SRC und es werden alle Kenntnisse des SRC verlangt. Die LRC baut auf die SRC Prüfung auf. Bestehst du die LRC Prüfung, beinhaltet dies das SRC und du musst die SRC Prüfung nicht mehr ablegen.

Hier kannst du mit etwas Mehraufwand Geld sparen.

Die LRC Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil, einer schriftlichen Aufnahme Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen und einer praktischen Prüfung.

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Seefunk (LRC)* (Link zu Amazon)

Mindestalter

18 Jahre

Theoretische LRC Prüfung

Dieser Teil der Prüfung besteht aus 2 Multiple Choice Fragebögen. 1 Bogen mit 24 SRC Fragen und 1 Bogen mit 14 LRC Fragen.

Das ist der offizielle Fragenkatalog der LRC Prüfungsfragen.

Themenbereiche der theoretischen LRC Prüfung sind u.a.:

  • Alle Kenntnisse des SRC
  • Kurzwelle
  • Grenzwelle
  • Betriebsarten Funkfernschreiben
  • Faksimile Daten
  • Telekommunikation über Satellit
  • Inmarsat
  • Weltweite Geografie, insbesondere Hauptschifffahrtswege mit den dafür zutreffenden Nachrichtenübertragungswegen

Im Weiteren erfolgt eine schriftliche Aufnahme von Not-, Sicherheits- und Dringlichkeitsmeldungen.

Diese Aufnahme wird in englischer Sprache unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets durchgeführt. Die englische Aufnahme muss anschließend ins Deutsche übersetzt werden.

Des Weiteren muss ein deutscher Text unter Einbeziehung der allgemeinen gebräuchlichen Abkürzungen und Redewendungen in der Seefahrt ins Englische übersetzt werden.

Dabei handelt es sich um eine schriftliche Aufgabe sowie einer ggf. zusätzlichen mündlichen Prüfung.

Praktische LRC Prüfung

Für die praktische Prüfung musst du Not- und Dringlichkeitsverkehr im GMDSS in englischer Sprache anhand von Beispielen an UKW-, GW, KW-Anlagen durchführen. Gleiches wird für den mobilen Seefunk über Satellit (Inmarsat B und C) verlangt.

Pflichtaufgaben terrestrischer Seefunk

  • Einstellen eines DSC Controllers
  • Senden eines Notalarms
  • Speicherabfrage und Bestätigung des Empfangs eines DSC Notalarms
  • Aussendung einer Notmeldung
  • Weiterleitung eines Notalarms und Informieren der Seefunkstelle in Not
  • Beenden des Notverkehrs
  • Aufhebung eines Fehlalarms
  • Senden eines Dringlichkeitsanrufes und Abgabe einer Dringlichkeitsmeldung
  • Aufnahme einer Dringlichkeitsmeldung
  • Einleitung weiterer Maßnahmen

Pflichtaufgaben mobiler Seefunk Inmarsat C

  • Konfigurieren der Anlage
  • Einleiten und Auslösen eines Seenotalarms
  • Herstellen von Telexverbindungen
  • Beenden der Betriebsbereitschaft

Sonstige Fertigkeiten mobiler Seefunk Inmarsat B

  • Konfigurieren der Anlage
  • Herstellen von Sprechfunkverbindungen
  • Editieren und Abspeichern eines Textes
  • Herstellen von Telexverbindungen
  • Herstellen von Fax-Verbindungen

Sonstige Fertigkeiten mobiler Seefunk Inmarsat C

  • Editieren und Abspeichern eines Textes
  • Adressbuch anlegen
  • Log kontrollieren
  • Fax absenden
  • Access Code verwenden

UBI Prüfung

Die UBI Prüfung besteht aus einer schriftlichen Theorieprüfung und einer praktischen Prüfung.

Inhaber des SRC oder LRC durchlaufen eine verkürzte theoretische und praktische Prüfung zum UBI.

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Mindestalter

15 Jahre

Theoretische Prüfung

Die theoretische UBI Prüfung besteht aus einem Multiple Choice Fragebogen.

Der Link führt dich zum offiziellen Fragenkatalog der UBI Prüfungsfragen.

Themenbereiche sind u.a.:

  • Wesentliche Merkmale (Verkehrskreise)
  • Rangfolge und Arten des Funkverkehrs
  • Funkstellen
  • Frequenzen und ihre Nutzung
  • Automatische Sender Identifikationssystem (ATIS)
  • Bestimmung/Veröffentlichungen und Technik einer Funkanlage

Praktische UBI Prüfung

Während der praktischen UBI Prüfung müssen Aufgaben zur Abwicklung des Binnenschifffahrtsfunks gelöst werden. Dabei muss ein Sprechfunkgerät einer Schiffsfunkstelle genutzt werden.

Folgendes Wissen wird gefordert:

Abwicklung des Binnenschifffahrtsfunkes

  • Abgabe und Aufnahme von Not-, Sicherheits- und Dringlichkeitsverkehr
  • Routinegespräch
  • Testsendung in deutscher Sprache

Allgemeine praktische Kenntnisse zur Bedienung der Sprechfunkgeräte einer Schiffsfunkstelle

  • UKW-Funkanlagen
  • Grundeinstellung
  • Kanalauswahl
  • Sendeleistung
  • Rauschsperre/Squelch

Allgemeine Form der Abwicklung des Binnenschifffahrtsfunkes

  • Anruf an eine Funkstelle
  • Beantwortung von Anrufen
  • Anruf an alle Funkstellen
Funkscheine in Deutschland

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